Mai 5, 2011
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Einladung zur Mitgliederversammlung

des Vereins Institut für cooperative Medienentwicklung – Come e.V.

Liebe Mitglieder des Instituts für Cooperative Medienentwicklung e.V.,
im Namen des Vorstands laden wir Sie hiermit herzlich zur Mitgliederversammlung des Vereins
am 7. Juni 2011 um 9.30 Uhr in die WAM, Bornstraße 241-243, 44145 Dortmund ein.

Tag: 7. Juni 2011
Zeit: 9.30 Uhr s.t.
Ort: WAM Dortmund, Bornstraße 241-243, 44145 Dortmund

Als Tagesordnung schlagen wir Ihnen vor:

  • TOP 1: Begrüßung und Formalia
  • TOP 2: Wahl eines Tagungsleiters, Wahl einer Zählkommission
  • TOP 3: Annahme der Tagesordnung
  • TOP 4: Bericht des Vorstands
  • TOP 5: Bericht des Schatzmeisters
  • TOP 6: Bericht der Kassenprüfer/innen
  • TOP 7: Aussprache und Entlastung des Vorstands für das Haushaltsjahr 2010
  • TOP 8: Anträge
  • TOP 9: Verschiedenes
  • TOP 10: Schlusswort der Präsidentin

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mit freundlichen Grüßen
Inez Koestel

Präsidentin
Apr 4, 2011
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Reale und virtuelle Beziehungen im Wandel

Wie Social Media unser soziales Miteinander verändert
von Daniel Poznanski

 

Die Revolution

Das Internet hat unser Leben nicht nur verändert, es hat es revolutioniert. Unser Alltag sieht heute tatsächlich anders aus als noch vor 15 Jahren, und das ist Folge der Internetrevolution. Doch so schnell dieser Prozess auch war, er war nicht so schnell, dass wir Nutzer diese Revolution zwingend als eine solche empfunden haben. Die Art der Revolutionsempfindung war deutlich Nutzerabhängig. Die ältere Generation[1] hat sie oftmals als echte Revolution erlebt und sich dadurch teilweise von ihr abhängen lassen, die mittlere Generation konnte überwiegend Schritt halten und die jüngere Generation nimmt sie als völlig selbstverständlich war; für sie ist diese Revolution keine, für sie ist sie einfach nur Alltag. Die Weiterentwicklung der Internetrevolution ist die Social Media Revolution, ein Kind der ersten und diese gilt es hier näher zu betrachten.

 

Die Historie

Seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist der PC (persönlicher Computer, Einzelplatzrechner)[2] aktiver Bestandteil unseres Lebens, auch  wenn es Computernutzung schon viel länger gibt, so ist erst seit dieser Zeit der Rechner  täglicher Begleiter unseres Seins.

War der Computer in den frühen 80er Jahren vor allem ein Spielgerät (z.B. Commodore Amiga)[3], so hat er sich schnell zu einem wichtigen Organisator unserer täglichen Verrichtungen entwickelt, und schon Anfang der 90er Jahre war er ein fast notwendiger Bestandteil unseres Lebens. Neben Computerspielen[4] haben wir begonnen, den Rechner als Hilfe zur Verbesserung und Strukturierung unseres Lebens zu verwenden. Anfangs wurden vor allem Briefe mit ihm geschrieben, Texte verfasst und gespeichert, doch schon schnell war er für uns Hilfe in allen Lebenslagen. Auch Firmen und Institutionen begannen den Rechner bald als Selbstverständlichkeit anzusehen und täglich zu nutzen.

Gegen Mitte bis Ende der 90er Jahre kam dann das Internet zur Computernutzung dazu. Ein gewaltiger Schritt für alle „User“[5] und der Eintritt in eine neue Welt. Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich an den ersten Kontakt mit diesem Medium. Ohne zu wissen, dass es sich dabei um das Internet handelt fand dieser Erstkontakt statt. Dieser erste Berührungspunkt zum Internet stammt noch aus den frühen 80ern und hat mit dem us-amerikanischen Film „War Games“ zu tun; hier änderte ein pfiffiger amerikanischer Schüler die Noten seiner Freundin via „Akustikkoppler“[6] und Telefon und griff dabei unter anderem auch in die Rechner des Pentagons ein. Dieser Schüler betrachtete alles als „Spiel“, als Spiel mit der Schule und als Spiel mit dem US-Verteidigungsministerium. Das Spiel mit dem Pentagon[7] war für ihn einfach nur ein Kriegsspiel, „War Games“ eben.[8] Der Film markierte damit auch erste zarte Anfänge der Hacker-Szene[9] und ist daher ein Meilenstein im Internetbewusstsein einer ganzen Generation.

Spätestens ab Ende der 90er Jahre war dann tatsächlich – neben dem Computer – auch das Internet unser täglicher und alltäglicher Begleiter. Während beispielsweise die Einblendung einer Domain[10] am Ende einer TV-Sendung im Jahre 1996 noch innovativ erschien, war der Verweis auf die Homepage am Ende von TV-Sendungen 1998 schon ein Muss, und heute greifen Fernsehen und Internet wie selbstverständlich ineinander. Sie greifen sogar so stark ineinander, dass der Betrieb eines internetfähigen Rechners dem eines Fernsehers rechtlich gleichgestellt ist, zumindest was die daraus folgende Gebührenzahlung anbelangt.[11]

 

Die Blase

Um die Jahrtausendwende war das Internet dann so etabliert, dass nur noch wenige sich dem täglichen Umgang mit diesem Medium entziehen konnten und der Blick via World Wide Web in die Welt war oftmals der Beginn und das Ende eines Tages. Dennoch hatte das Internet zu dieser Zeit etwas  eingleisiges. Hier die Macher, dort die Rezipienten[12]. Die einen stellten (wie bei Zeitungen, Radio und Fernsehen) die Inhalte (Medieninhalte,  Content[13]) ein und die anderen nutzten sie.

Diese Nutzung war schnell so erfolgreich, dass alle dabei sein wollten und vor allem dann dabei sein wollten, wenn es ans Verdienen ging. Junge Firmen, sog. Internet-StartUps wurden am Fließband gegründet. Zuerst in Silicon Valley[14], später in der ganzen Welt.[15] Alles was man im Internet machen konnte, ob sinnvoll oder unsinnig wurde angeboten;

Venture Capital[16] floss in die jungen Unternehmen, die schnell an Wert gewannen.

Doch was passierte dort? Oftmals nichts! Eine Blase (Dotcom-Blase)[17] war erschaffen und kam dann – wie bei Blasen so üblich – schnell zum Platzen. Denn stark überbewertete Internetfirmen traten mit viel Optimismus und wenig Know-how in den Markt ein und versuchten die Welt zu erobern.

Das taten sie teilweise mit Angeboten, die die Welt einfach nicht brauchte, teilweise aber auch mit wundervollen Ideen, deren Vermarktung[18] allerdings nicht von heute auf morgen möglich war. Hinzu kam der Schock des 11. September 2001[19] und die Blase musste platzen. Unternehmen, die an der Börse in kurzer Zeit Milliarden wert waren, verloren praktisch über Nacht große Teile ihres Börsen- oder Marktwertes[20].

Das bedeutete allerdings nicht, dass ein Einschnitt bei der allgemeinen Internetnutzung zu verzeichnen war, aber es machte vielen Anlegern und Nutzern deutlich, dass solide Geschäftsmodelle auch im Internet auf Dauer notwendig sind, um die Internet-Unternehmen zu erhalten. Windige Zukunftsversprechen ohne Substanz waren in der Welt nach dem 11. September 2001 nicht mehr gefragt und das Internet als Gelddruckmaschine bekam einen deutlichen Dämpfer. Die „Old Economy“[21] gewann wieder an Boden und echte Werte (Grundstücke, Maschinen, Anlagen) wurden als solide betrachtet, während virtuelle Versprechen auf astronomische Gewinne in der Zukunft hinterfragt wurden.

 

Der Neuanfang

Eine echte Revolution gibt nicht auf und so kamen schon nach einigen Jahren wieder einige Unternehmen mit großen Zukunftsversprechen, doch diesmal schien das Fundament fester.

Zwar wurden auch hier wieder gigantische Versprechungen gemacht, die keinen realen Geschäftstätigkeiten gegenüberstanden und viele neue StartUps versuchten es nach der alten Masche, aber dennoch hatte die Internetgemeinde eines begriffen: Um die Nutzer dauerhaft an die virtuellen Innovationen zu binden, muss man den Menschen erreichen. Man muss den Menschen als soziales Wesen verstehen. Man verstand, dass man die Eindimensionalität der althergebrachten Mediennutzung (hier Macher, dort Rezipient) aufbrechen muss und den Rezipienten auch zu Machern machen muss. Das Web 2. 0 [22] und im Gefolge das Soziale im Netz (Social Media) [23] wurde aus diesem gedanklichen Verständnis heraus geboren. Nutzer wurden zu Machern, Nutzer konnten via Internet ihre eigenen Inhalte einstellen, konnten selbst Content veröffentlichen, konnten Meinungen unter das Volk tragen, konnten mit Gleichgesinnten aber  auch fremden Menschen Kontakt aufnehmen und eigene Gedanken schnell transportieren und über das World Wide Web in die Welt setzen und sich natürlich so auch profilieren.

 

Die großen Player

Das Internet ist dauernd in Bewegung, immer entsteht Neues oder um mit Heraklit[24] zu sprechen „panta rhei“ (πάντα ῥεῖ)[25], alles fließt. Dieses, zu Anfang recht vielfältige sozial-mediale Fließen, war jedoch schnell kanalisiert, ein paar große Spieler sammelten die Macher-Rezipienten ein und teilten den interessanten Teil des Marktes unter sich auf.

Zuerst ist hier natürlich das Facebook Netzwerk[26] des genialen Jungunternehmers Marc Zuckerberg (Person of the Year 2010)[27] zu nennen, es ist so schnell gewachsen, dass die Anzahl seiner Mitglieder heute (März 2011) 642.5 Millionen[28] beträgt. Es hat damit nach China und Indien (wäre Facebook ein Land)[29] die drittgrößte Bevölkerung weltweit.[30]

In Deutschland spielen die sog. VZ Netzwerke (StudiVZ, SchülerVZ, MeinVZ)[31] eine große Rolle und für das geschäftliche Miteinander hat sich Xing[32] (früher: OpenBC) als besonders wichtiges Medium im Netz entwickelt. Auch Linkedin[33] hat sich im Bereich der Business Kontakte als stark nachgefragte Plattform für den internationalen Austausch etablieren können. Darüber hinaus gibt es jedoch noch eine Vielzahl weiterer, nach Interessengruppen sortierter Sozialer Netzwerke, in der sich Freizeitsuchende[34], Restaurantkritiker[35] oder Nachbarn[36] finden und austauschen können. Auch ehemalige Schulfreunde[37] haben die Möglichkeit sich über Soziale Netzwerke zu finden und alte Erinnerungen auszutauschen.

Neben Facebook hat allerdings noch ein weiteres Unternehmen eine herausragende Stellung, es handelt sich um den Microblogging-Dienst Twitter[38], bei dem mit lediglich 140 Zeichen Nachrichten an sog. „Follower“[39] geschickt werden. Ein Medium welches stark von anderen (Medien-)Unternehmen (Pressehäuser, Medienhäuser) und Politikern (im Wahlkampf beispielsweise Barack Obama)[40] genutzt wird, welches sich aber auch bei Privatpersonen (vor allem als Follower[41]) großer Beliebtheit erfreut.

 

Die Gewinne

Das Besondere an Twitter und Facebook ist vor allem, dass es sich nicht nur um sehr beliebte Unternehmen handelt, sondern auch um Unternehmen, welche trotz ihrer Millionen-Nutzer immer noch keine Gewinne[42] abwerfen.[43] Zumindest für Twitter weiß man das, bei Facebook scheiden sich die Geister, aber es ist wohl so, dass Facebook auch im Jahre 2011 noch nicht klar in der Gewinnzone ist.[44] Das ist umso erstaunlicher, als der Marktwert von Facebook gigantisch zu sein scheint. Im Januar 2011 wurde der Marktwert auf ca. 50 Mrd. Dollar geschätzt[45], und das bei einer Firma, die keine nennenswerten Sachwerte[46] wie Grundstücke und Maschinen vorweisen kann, sieht man einmal von Verwaltungsgebäuden und Servern ab, deren Sachwert dennoch erheblich unter den Sachwerten der „Old Economy“ liegt.

 

Der ganz dicke Fisch

Ein weiteres Internet-Unternehmen verdient eine besondere Betrachtung, auch wenn es kein klassisches Web 2.0 Unternehmen ist und auf den ersten Blick eher unter einer Web 1.0 Betrachtung besprochen werden müsste.[47] Es handelt sich um die Internetsuchmaschine[48] Google.

Google ist Marktführer unter den Suchmaschinen[49] und weithin unangefochten auf Platz 1. Der Marktanteil dieses Unternehmens liegt derzeit bei über 80 % weltweit und lässt andere und viel ältere Suchmaschinendienste wie beispielsweise Yahoo[50] und AltaVista[51] deutlich hinter sich zurück.

Google ist – obwohl ein wirklich junges Unternehmen – inzwischen nicht nur die weltweit wertvollste Marke[52], es ist durch sein AdWords-Angebot[53] auch eines der wichtigsten Werbemedien[54] weltweit. Selbst das Wort „googeln“ ist inzwischen als Verb in den Duden[55] aufgenommen worden[56], was die Bedeutung dieser Unternehmung nachhaltig kennzeichnet.

 

Der gute Informationsriese

Zuletzt verdient auch noch die hier so oft zitierte Plattform Wikipedia als wirklich großer Player eine eingehende Betrachtung.

Wikipedia zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es sich hier (anders als Facebook, Twitter und Google) um eine reine Non-Profit-Organisation[57] handelt und um ein Zwischending von Lexikon und Universalenzyklopädie[58] auf der einen und Web 2.0 Angebot auf der anderen Seite. Wikipedia ist eine Internet-Enzyklopädie, die allerdings komplett von Privatpersonen, also völlig freiwilligen und ehrenamtlichen Autoren verfasst wird. Der Name Wikipedia setzt sich zusammen aus wiki, dem hawaiianischen Wort für ,schnell‘, und encyclopedia, dem englischen Wort für ,Enzyklopädie‘.[59] Unter einem Wiki versteht man ein Webangebot, dessen Seiten jedermann leicht und ohne technische Vorkenntnisse direkt im Webbrowser[60] ändern kann.[61]

Anders als andere Enzyklopädien ist Wikipedia völlig frei. Es gibt Wikipedia nicht nur kostenlos im Internet, sondern jeder darf Wikipedia unter Angabe der Autoren oder Quelle und der freien Lizenz frei kopieren und verwenden. Dafür sorgt die Creative-Commons-Lizenz sowie die GNU-Lizenz[62] für freie Dokumentation, unter der die Autoren ihre Texte veröffentlichen.

Wikipedia hat es inzwischen geschafft, die meist zitierte Enzyklopädie zu werden, und auch die anfänglichen Vorbehalte gegen Wikipedia in Deutschland wurden inzwischen teilweise ausgeräumt, vor allem auch weil verschiedene Gerichte[63] Wikipedia immer wieder als zitierfähig[64] anerkannt haben. Diese Zitierfähigkeit wird aber immer noch nicht allgemein als solche anerkannt[65], vor allem nicht im wissenschaftlichen Bereich.

Befürworter der Wikipedia-Zitate-Nutzer weisen jedoch auf die Schwarmintelligenz (auch Gruppen- oder Kollektivintelligenz genannt)[66] hin und damit auf die besondere Qualität der freien Internetenzyklopädie, denn wenn viele Menschen an einer Sache (beispielsweise an einem Wikipedia-Artikel) arbeiten und ihr gemeinsames Wissen zusammentragen, dann kann dieses Wissen sehr umfangreich sein und ist eventuell dem Wissen eines einzelnen Autoren überlegen, allerdings kann durch die fehlende inhaltliche Überprüfung durch Lektoren[67], wissenschaftliche Beiräte und sonstige Gremien etc. (inzwischen von Wikipedia teilweise durch Kontrolle ausgeschaltet) natürlich auch ein objektiv unrichtiger Inhalt bei Wikipedia verwendet werden. Was auch immer mal wieder vorkommt.

 

Ausblick

Während die Welt sich noch mit Web 2.0 beschäftigt und soziale Medien politische Revolutionen beflügeln (Tunesien[68], Ägypten[69], Libyen[70]) beschäftigt sich die Wissenschaft schon mit Web 3.0, dem Semantic Web.

Ziel des Semantischen Webs ist es, die Gewichtung und Bedeutung von Informationen für Computer verwertbar zu machen. Die Informationen und Inhalte im Internet sollen von Maschinen interpretiert und automatisch maschinell weiterverarbeitet werden können.[71] Informationen über Orte, Personen und Dinge sollen mit Hilfe des Semantischen Webs von Computern miteinander in Beziehung gesetzt werden. Bei einer Reise etwa könnten Wetterdaten und Staumeldungen in Bezug zu Informationen über mögliche Haltestellen und Vorlieben des Reisenden gesetzt werden.[72]

Doch ob diese Weiterentwicklung es auch schafft, eine so emotionale Bindung an das Internet zu schaffen wie das Web 2.0 (dem Mitmach-Netz), darf bezweifelt werden, zwar wird das Semantic Web gewiss das Leben der Nutzer erleichtern und auch eine weitere Fortentwicklung zu einem zukünftigen Web 4.0 mag unser Leben in einigen Jahren vielleicht noch weiter vereinfachen, aber es steht zu befürchten, dass die emotionale Komponente diesen Fortentwicklungen fehlen könnte. Mit dem Web 2.0 vor allem in seiner Ausprägung im Bereich der Sozialen Medien, schafft es das Internet, das reale Leben im Netz abzubilden und dennoch zu vereinfachen. Wir können von zu Hause aus unsere Freunde treffen, können ihnen über You Tube[73] unsere oder die Filme anderer zeigen, wir können uns also tatsächlich sozial austauschen. Auch das Finden echter Freunde, gar von Lebenspartnern ist nicht Fiktion sondern Realität.

Dieser soziale Austausch bei Social Media Angeboten wird zwar immer wieder starker Kritik unterzogen, denn angeblich würden echte soziale Bindungen[74] durch die Nutzung von sozialen Netzwerken leiden, das trifft aber in der Breite nicht zu.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Nutzer Sozialer Netzwerke mit einem echten großen Freundes- und Bekanntenkreis im wirklichen Leben auch im Internet (also im virtuellen Leben) eher viele Freunde und Bekannte haben[75], während sozial eher nicht so aktive Menschen im Internet bei Sozialen Plattformen[76] weniger Freunde haben (das ist nicht immer so, aber es ist in der Regel so). Studien belegen weiter, dass Soziale Netzwerke ganz aktiv reale soziale Kontakte fördern.[77]

Das wird zwar in der subjektiven Wahrnehmung vieler Kritiker anders gesehen[78], die genannten Studien[79] zeigen aber ganz klar, dass die aktive Nutzung sozialer Netzwerke in aller Regel nicht zur realen sozialen Vereinsamung führt.[80]

Das soll natürlich nicht heißen, dass die intensive Nutzung von Sozialen Netzwerken keine Probleme beinhaltet, verstärkt oder schafft, ganz im Gegenteil, hier lauern viele Gefahren für exzessive oder auch eher naive Nutzer, auch und gerade für das soziale Miteinander[81], nur kann man eine Plattform nicht deshalb grundsätzlich ablehnen, weil dort auch deutlicher Missbrauch betrieben wird. Wer würde beispielsweise den Hersteller eines Brotmessers dafür verurteilen wollen, weil neben dem Schneiden von Brot auch der Gebrauch des Brotmessers als Waffe möglich ist?

Social Media oder Web 2.0 sind Meilensteine im Internetzeitalter, sie werden sich zwar fortentwickeln, ändern, aber sie werden bestimmt nicht als Ganzes eine Blase sein, wie wir sie zu Beginn des Jahrtausends mit der Dotcom-Blase[82] erlebt haben, denn sie sind  teilweise ein Abbild der realen Welt im Internet und das macht ihren Charme für die Nutzer aus. Reales und virtuelles Leben verschmelzen immer mehr, dies ist die Folge von spannenden Web 2.0 Angeboten. Das klingt für viele weniger Internet-affine Menschen derzeit noch ziemlich verstörend, zumal wenn diese Menschen soziale Netzwerke gar nicht nutzen und auch zukünftig auf keinen Fall nutzen wollen, dennoch ist diese Verschmelzung Realität. Allerdings wird diese Verstörung gewiss nachlassen, schon in einigen Jahren werden soziale Netzwerke im Internet so selbstverständlich sein wie etwa der Gebrauch von Messer und Gabel oder dem Telefon. Für alle nach 1990 Geborenen ist das ohnehin schon heute der Fall.


[1] Näheres zum Begriff der Generation http://de.wiktionary.org/wiki/Generation
[2] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Computer
[3] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Amiga
[4] Näheres zur Geschichte der Computerspiele http://www.computerspielemuseum.de/
[5] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/User
[6] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Akustikkoppler
[7] Siehe http://www.defense.gov
[8] Siehe http://www.imdb.com/title/tt0086567/
[9] Siehe  http://de.wikipedia.org/wiki/WarGames_–_Kriegsspiele
[10] Zum Begriff der Domain http://www.denic.de/de/domains.html
[11] Siehe http://www.gez.de/gebuehren/internet_pcs/
[12] Siehe http://www.duden.de/definition/rezipient
[13] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Medieninhalte
[14] Siehe  http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,749465,00.html
[15] Siehe  http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensgründung
[16] Siehe  http://www.foerderland.de/1373.0.html
[17] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Dotcom-Blase
[18] Zum Begriff der Vermarktung http://www.gruenderleitfaden.de/produkte/vermarktung
[19] Siehe  http://www.bpb.de/themen/JOPA53,0,0,Der_11_September_2001.html
[20] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Marktkapitalisierung
[21] Siehe  http://www.boersennews.de/lexikon/begriff/old-economy/799
[22] Siehe  http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/web-2-0.html
[23] Siehe  http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media
[24] Siehe http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Heraklit.html
[25]Siehe  http://de.wikipedia.org/wiki/Panta_rhei
[26] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook
[27] Siehe http://www.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,2036683_2037183_2037185,00.html
[28] Siehe  www.socialmediaschweiz.ch/html/landerberichte.html und
http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook#cite_note-1
[29] Siehe  http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1722/umfrage/bevoelkerungsreichste-laender-der-welt/
[30] Siehe  http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbevölkerung
[31] Siehe  http://www.vz-netzwerke.net/
[32] Siehe  http://de.wikipedia.org/wiki/XING
[33] Siehe http://www.linkedin.com
[34] Siehe http://www.qype.com/dea52
[35] Siehe http://www.marcellinos.de/
[36] Siehe http://www.lokalisten.de
[37] Siehe http://www.stayfriends.de
[38] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter
[39] Siehe http://support.twitter.com/articles/336102-das-neue_twitter-was-bedeutet-folgen-eigentlich-genau
[40] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter#Nutzung_in_der_Politik
[41] Siehe http://support.twitter.com/articles/336102-das-neue_twitter-was-bedeutet-folgen-eigentlich-genau
[42] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Gewinn
[43] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter#Einnahmen
[44] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook#Wirtschaftliche_Lage
[45] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook#Marktwert
[46] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Sachwert
[47] Siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Web_1.0
[48] Liste von Internetsuchmaschinen ohne Anspruch auf Vollständigkeit http://www.wzw.tum.de/~schlind/suchmaschinen.html
[49] Siehe http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619398,00.html
[50] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Yahoo
[51] Siehe http://de.altavista.com
[52] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Google
[53] Siehe https://www.google.com/accounts/ServiceLogin?service=adwords&cd=DE&hl=de_DE&ltmpl=adwords&passive=true&ifr=false&alwf=true&continue=https://adwords.google.de/um/gaiaauth?apt%3DNone%26ugl%3Dtrue
[54] Zur Bedeutung des Internets als Werbemedium http://blog.euroweb.de/bvdw-studie-internet-ist-deutschlands-zweitstarkstes-werbemedium/
[55] Siehe http://www.duden.de/
[56] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Google#Das_Verb_.E2.80.9Egoogeln.E2.80.9C
[57] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Non-Profit-Organisation
[58] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Über_Wikipedia
[59] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Über_Wikipedia
[60] Näheres zu Webbrowsern http://de.wikipedia.org/wiki/Webbrowser
[61] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Über_Wikipedia
[62] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Lizenz_für_freie_Dokumentation
[63] Siehe http://www.jura.uni-saarland.de/news/newseintrag/?tx_ttnews%5Bpointer%5D=30&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1209&tx_ttnews%5BbackPid%5D=71&cHash=a66e8fb746a0ebc3a756df5f80d5fb99
[64] Siehe http://lawgical.jura.uni-sb.de/index.php?/entry/521-Im-Namen-des-Volkes-Gerichte-zitieren-Wikipedia.html
[65] Siehe http://www.wissenschaftliches-arbeiten.org/zitieren/wikipedia.html
[66] http://www.nationalgeographic.de/reportagen/topthemen/2007/schwarmintelligenz
[67] Sieh http://de.wikipedia.org/wiki/Lektor
[68] Siehe http://www.spiegel.de/thema/tunesien_unruhen_2011
[69] Siehe http://www.zeit.de/2011/12/L-B-al-Chamissi
[70] Siehe http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,749350,00.html
[71] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web
[72] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web
[73] Siehe http://www.youtube.com/
[74] Näheres zu Sozialen Bindungen siehe beispielsweise http://www2.uni-siegen.de/~allgpsy/pages/publikationen_files/kap11_soziale_bindungen_heckhausen_www.pdf
[75] Siehe „Soziale Netzwerke, Alter und Migration:
Theoretische und empirische Explorationen zur
sozialen Unterstützung älterer Migranten“
Dissertation von Elke Olbermann, Seite 75 zu finden: http://www.forum-seniorenarbeit.de/media/custom/373_390_1.PDF
[76] Weitere Infos zu Sozialen Plattformen http://www.focus.de/digital/internet/google/soziale-netzwerke_aid_137709.html
[77] Siehe http://www.internet-abc.de/eltern/soziale-netzwerke-machen-sozialer.php
[78] Siehe http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2010%2F04%2F10%2Fa0015&cHash=4b3ed122d4
[79] Siehe http://karrierebibel.de/ansteckungsgefahr-social-media-machen-uns-sozialer/
[80] Siehe http://www.zeit.de/digital/internet/2010-08/soziale-netzwerke-freunde
[81] Siehe http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/digitale-eifersucht/1636912.html
[82] Weitere Infos zu Dotcom-Blase http://www.boerse-express.com/wiki/Dotcom-Blase
Okt 9, 2010
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Tipps für den geschäftlichen Umgang im Social Web

Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat heute einen Leitfaden mit zehn Tipps grundlegenden Tipps für den Einsatz von Social Web Anwendungen veröffentlich.

Unter Leitfaden Social Media für Unternehmen und Mitarbeiter ist der Leitfaden abrufbar.

Okt 1, 2010
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Verbundprojekt aus Dortmund gewinnt bei Medien.NRW den Zuschlag

Wettbewerb Medien.NRW: Jury kürt 16 Siegerprojekte Landesregierung unterstützt innovative Geschäftsmodelle im Medienbereich mit bis zu 7 Millionen Euro / Gesamtinvestionsvolumen von 16 Millionen Euro

Neben 15 anderen Projekten werden auch die Lensing Medien GmbH & Co. KG mit dem Partner der adesso mobile GmbH gefördert: “LomA – Realisierung neuer Vernetzungs- und Wertschöpfungspotenziale in einer lokal orientierten mobilen App”.

Das Vorhaben trägt dem Strukturwandel der Zeitungsbranche Rechnung, indem eine lokal orientierte iPhone-Applikation mit ortsabhängigen und personalisierten Inhalten und Diensten entwickelt werden soll, die als White-Label-Lösung auch für andere Verlage lizenziert werden kann.

Medienminister Andreas Krautscheid gratulierte den erfolgreichen Unternehmern: „Die Gewinner können stolz sein. Denn die ausgewählten Vorhaben zeigen, dass unser Land für Innovationen und neue Geschäftsmodelle beste Voraussetzungen bietet. Ich bin sicher, dass diese von der Jury ausgewählten Geschäftsmodelle erfolgreiche neue Medienaktivitäten in Nordrhein-Westfalen auslösen. “

http://www.kreativwirtschaft-dortmund.de/kreativwirtschaft/de/service/news/news_detail.jsp?cid=1010340115273

Mrz 1, 2010
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Creative Stage Ruhr

Eine Bühne für die Akteure der Kreativwirtschaft der Metropole Ruhr – nächste Ausgabe in Dortmund; mit auf der Bühne: der COME e.V.

Besuchen Sie ein neues Veranstaltungsformat, das frische Ideen und unkoventionelle Projekte aus dem kreativ-wirtschaftlichen Bereich präsentiert. Multimedial, unkompliziert und unterhaltsam, so zeigen sich Talente, Unternehmer und Köpfe der Region. Sie erfahren in einer Mischung aus Vortrag und Film, Konzert und Lesung, Modenschau und Vorführung alles über aktuelle Projekte aus dem Ruhrgebiet. Da jeder Programmteil auf maximal 7 Minuten begrenzt wird, erwartet Sie eine kurzweilige und abwechslungsreiche Veranstaltung. In den Pausen gibt es die Möglichkeit zu vertiefenden Gesprächen, zum Adressenaustauschen oder auch einfach nur zum Nachfragen und Kennenlernen.
Seien Sie dabei, wenn es am 9. März. heißt: Bühne frei für die Kreativen – Creative Stage.

Welche Unternehmen zählen zu den kreativen Berufen: Unternehmen, die erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Produktion, Verteilung und/oder der medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.

Nach der üblichen Branchenabgrenzung zählen dazu Designbüros, Architekturbüros, der Einzelhandel mit Büchern, Musikalien und Kunstgegenständen, Journalisten/Nachrichtenbüros, darstellende/bildende Künste, Literatur und Musik, Filmwirtschaft/TV-Produktion, Verlagsgewerbe/Tonträgerindustrie, Rundfunk/TV-Unternehmen, Museumsshops/Kunstausstellungen, Software/Games und der Werbemarkt.

09. März 2010, 19.00 Uhr, domicil Dortmund

Es präsentieren sich unter anderem:
AGD- RUHRPOST / Designverband
Amt für neue Ordnung / Kreativ Quartier
COME e.V. / kreative Softwareentwicklung und Medien
Kirschnik Architektur / Architektur
kultur.unternehmen.dortmund / Kreativ Schnittstelle und Professionalisierer
Märchenbühne / Theater – Bühne
Max Brunnert / Fotografie
Orange but Green / Musik
Ruhr2010 Music Commission / Musikverband
Tollkirsche – Michaela Glasstetter / Modedesign
Urbanatix / Musik – Bühne – Theater – darstellende Kunst

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